Ampère – pädagogisches Spielzeug von Kim Fiona Klein

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Warum gestalten Sie für Kinder?

 

Für mich ist es spannend, dass Kinder eine natürliche Neugierde haben, die sie ihre Welt entdecken lässt. Dabei gehen sie spielerisch und experimentell vor – so ähnlich wie wir Gestalter uns einem Konzept nähern. Den Kindern dafür Werkzeuge und Tools zur Hand zu geben, sehe ich als eine spannende Gestaltungsaufgabe.

 

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Was inspirierte Sie zum Lernspiel für Kinder Ampère?

 

Ausgangspunkt dieses Projektes war meine Bachelorarbeit, in der ich mich auf theoretischer Ebene mit dem Thema Energie und Energieverbrauch beschäftigt habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass es wenig konkrete Vermittlungsformate gibt, welche dieses Thema für Kinder begreifbar machen. Es gibt viele Bücher, einige Fernsehbeiträge und neuerdings auch Apps, die es versuchen, verschiedenste relevante Themen so aufzubereiten, dass auch Kinder sie verstehen. Eine Sache wird dabei aber außeracht gelassen: Kinder lernen im frühen Alter vor allem durch Experimentieren und Explorieren mit allen Sinnen. Dies war der Ansatz für die Gestaltung von Ampère. Ich wollte, dass Kinder Energie sehen, hören und fühlen können, um ein Bewusstsein für den Energieverbrauch alltäglicher elektrischer Haushaltgeräte zu entwickeln. Daraus ist ein Set von fünf Werkzeugen entstanden, welche unterschiedlich kombiniert werden können und so den Energieverbrauch sichtbar, hörbar und fühlbar machen.

 

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Und wie reagieren Kinder auf Ampère?

 

Ampère ist bis heute ein Prototyp. Während der Gestaltung von Ampère konnte ich die Form mit Kindern überprüfen und so zu einer kindgerechten und verständlichen Formensprache kommen. Die eigentliche Funktionalität konnte ich bis heute noch nicht testen. Der nächste Schritt ist es, einen voll funktionsfähigen Prototypen zu entwickeln und diesen mit Kindern zu testen. Daran arbeite ich gerade.

 

 

Gibt es weitere Produkte, die Sie speziell für Kinder gestalteten?

 

Die Gestaltung von Objekten für Kinder ist ein Thema, welches mich seit meinem Studium sehr interessiert. Ich konnte verschiedenste Projekte in diesem Bereich bearbeiten. Momentan arbeite ich als Spielzeug- und Spielmöbelgestalterin in einem mittelständischen Unternehmen, wo ich tagtäglich mit Produkten für Kinder zu tun habe – eine Arbeit, die sehr viel Spaß macht.

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Was macht gute Gestaltung für Kinder für Sie aus?

Ein Produkt, welches für Kinder funktioniert, muss Anregung zum Explorieren und Erforschen geben, eine einfache Handhabung ermöglichen und eine klare Formensprache haben.

 

Noch einige persönliche Fragen zum Schluss: Womit haben Sie selbst als Kind gespielt? Gab es ein Lieblingsspielzeug darunter?

 

Was mich vor allem fasziniert hat, ist das Spielen draußen, in der Natur oder auf der Straße mit den anderen Kindern. Wir konnten uns stundenlang damit beschäftigen uns zu verkleiden und dadurch in andere Rollen zu schlüpfen, oder kleine Welten für unsere Spielfiguren aus Lego oder Playmobil zu schaffen.

 

Gibt es ein Must-have für Kinder?

 

Unterstützung in ihrem natürlichen Drang zum Forschen!

 

Und was empfinden Sie als überflüssig?

 

Zu viel Organisation durch die Erwachsenen und dadurch zu wenig Zeit zum Spielen.

 

moc.liamelgoog@nielkanoifmik

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