HALMA – Spielzeug aus Holz von Katja Lange

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Erzählen Sie uns von Ihrem Background. Wie kamen Sie zur Gestaltung für Kinder?

Zur Gestaltung für Kinder kam ich eher zufällig, auch wenn ich mich vorher schon gerne mit Illustrationen und daher auch mit Kinderbüchern beschäftigt habe. Kinder sind für mich eine spannende Zielgruppe. Sie sind nicht voreingenommen und lassen sich schnell für Neues begeistern. Der Markt an Kinderprodukten ist zwar ziemlich überlaufen, aber ich finde gerade bestehende Objekte, ob Spiele oder Möbel lassen sich in einigen Punkten verbessern bzw. erweitern. Vor allem bei der Entwicklung von Gesellschaftsspielen für Kinder kann man mehr erreichen, als eine einfache Beschäftigung den Kindern zu bieten.

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Wie entstand die Idee zu Ihrem Halma-Spiel?

Ein Kurs an der Uni begeistert mich und wurde auch der Startschuss für HALMA. Wir sollten uns ein Gesellschaftsspiel aussuchen, welches wir unter den Aspekten des Universal Design neu bzw. umgestalten wollen. Universal Design bedeutet, möglichst generationsübergreifende und barrierefreie Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln. Für mich stand von Anfang an fest, dass ich gerne das Spiel Halma bearbeiten möchte, da ich es in meiner Kindheit sehr gerne spielte und es immer mehr in Vergessenheit gerät. Die Umgestaltung verbindet die Integration von eingeschränkten Menschen, die beispielsweise ihre Sehkraft komplett verloren haben oder sehgeschwächt sind, mit nicht beeinträchtigten Menschen und einer generationsübergreifenden Nutzung. Durch die farbliche Gestaltung und die Dimensionen ist es außerdem sehr gut auf Kinder zugeschnitten.

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Und wie reagieren Kinder auf Halma?

Kinder, die das erste Mal mit Halma in Kontakt kommen, sind angetan von der Größe und den Figuren. Sie greifen sofort danach und haben keine Berührungsängste. Auch für Kinder mit Behinderung ist es nun möglich Halma zuspielen, da es unter den oben genannten Aspekten gestaltet wurde.

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Gibt es weitere Produkte, die Sie speziell für Kinder gestalteten?

Gerade sitze ich an meiner Bachelorarbeit, die sich auch mit einem Spiel für Kinder befasst. Gemüsedoppel ist ein Memoryspiel, das sich mit dem Thema Lebensmittel beschäftigt. Es ist ein Gesamtkonzept, welches dem Kind und der restlichen Familie den Umgang mit Gemüse und dessen Anbau näher bringt. Das Spiel ist für Kinder ab drei Jahren gestaltet, daher auch das einfache Spielprinzip von Memory. Mehr dazu dann nach Abgabe ab Oktober 2015 auf meiner Website: www.katja-lange.com

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Noch einige persönliche Fragen zum Schluss:

Womit haben Sie selbst als Kind gespielt? Gab es ein Lieblingsspielzeug darunter?

Für mich war als Kind LEGO und das Puzzeln, die Leidenschaft. Aber ich kann mich auch noch gut an meiner Holzeisenbahn erinnern. Außerdem habe ich schon immer eine Schwäche für Kuscheltiere gehabt. In meiner Kindheit hat mich mindestens immer eins begleitet. Besonders an meinen grauen Elefanten namens Eli, kann ich mich noch gut erinnern und bis heute ist er auch noch an meiner Seite.

Mit Puzzeln konnte ich mich stundenlang beschäftigen und ich vergas die Zeit um mich herum. Auch als ich älter wurde, habe ich diese Leidenschaft nicht vergessen, aber grade jetzt während des Studiums fehlt mir einfach die Zeit und vor allem der Platz.

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Und was halten Sie für Kinder völlig überflüssig?

Ich finde die digitale Spielwelt für junge Kinder gerade in der Zeit vor der Schule überflüssig. Heute werden wir überall mit der digitalen Welt überflutet und gerade in der Kindheit sollte die Zeit ohne diesen großen Faktor genossen werden und von den Eltern nicht noch übermäßig unterstützt werden. Analoge Spiele haben viele Facetten und bieten dem Kind viel mehr Möglichkeiten für die kreative Beschäftigung. Ohne Vorgabe von Welten wird die Fantasie von Kindern viel mehr gefördert.

 

www.katja-lange.com

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