Nina Bungers, Mum Bloggerin von pinspiration

Gute Gestaltung für Kinder ist…

Phantasie anregend, langlebig schön in Form und Funktion und erzählt Geschichten. Ich liebe zum Beispiel immer noch Friedrichs Bett, das Baby- und Kleinkindbett meines Vaters, das er für seinen Enkel liebevoll restauriert hat. Schon damals gab’s eine praktische Gitterstäbe-Seite zum Runter- und wieder Hochklappen.

Ist es wichtig, Kindern Design und/oder Architektur zu vermitteln?

Ja, ganz sicher ja. Kinder fühlen sich mit durchdachtem und funktionierendem Design wohl, merken, wenn etwas schön ist, sich von den Materialien interessant anfühlt und experimentieren ja auch immer gerne.

 

Was sollten Designer beim Entwerfen von Produkten für Kinder unbedingt beachten?

Ich mag den Gedanken von „open ended play“ ganz besonders. Design, das viele Möglichkeiten und Freiräume offen lässt, weiter zu entdecken, zu entwickeln und mit zu gestalten. Design, das nicht auf eine Funktion als Endziel programmiert ist und den Kindern als einzig Richtig verkauft wird. Design, das den so wunderbar kindlichen, unvoreingenommenen Spielfluss fördert und so neue Geschichten entstehen lässt.

 

Erinnerst Du Dich noch an das Lieblingsspielzeug in Deiner Kindheit?

Ich habe mit meinen Drillingsschwestern super gerne Höhlen Zuhause gebaut und stereotypisch mit Barbies gespielt. Gleichermaßen bin ich aber auch gerne draußen mit Freunden stundenlang herum gestreunert, bin auf Bäume geklettert oder habe auf Wiesen Gänseblümchen Kränze gebastelt oder nach vierblättrigen Kleeblätter gesucht. Wir waren damals schon viel in der Natur.

 

Womit spielen Deine Kinder am liebsten?

Als Friedrich noch kleiner war (1,5 Jahre) hat er gerne in seinem Teepee Schattenspiele mit der Taschenlampe beobachtet und schon immer gerne gebaut. Heute (4 Jahre) ist er immer noch Brio Bahn Fan und mag alles, was er bauen kann, vor allem Lego, ab und zu Knete. Kinetischer Sand wird’s als nächstes Geschenk geben. In der Kita spielen sie gerne Rollenspiele, jeden Tag sind seine Kita Freunde und er ein anderes Tier. Er ist zum Glück auch so gerne in der Natur wie wir: Friedrich macht alle Wanderungen mit und sammelt und beobachtet leidenschaftlich gerne Schnecken in seinem Lupenglas (wovon wir unzählige schon kaufen mussten, weil sie immer wieder verschwinden). Greta ist gerade 1 Jahr geworden und ist quirlig am Steh-Laufen. Für sie habe ich gerne Holzspielsachen wie den Grimm’s Regenbogen.

 

 Die fünf wichtigsten Dinge im Kinderzimmer sind…

Bücher für Kinder: Wir haben schon eine kleine Bibliothek, weil ich an schön illustrierten Kinderbüchern mit bewegenden Geschichten nicht vorbei laufen kann und super gerne offline dafür einkaufe. Wir lesen jeden Abend. Der Geruch, die Haptik, die liebevoll gestalteten Buchcover, das Geräusch beim Blättern, die Illustrationen und Welten, in die wir eintauchen – ein Buch zum Anfassen ist wie ein Kunstwerk, das kann Digital niemals ersetzen. Nächstes Projekt: einen Bibliotheksausweis holen. Dann können wir den Kinderbuchkonsum etwas besser (auch platztechnisch) steuern, Neues leichter ausprobieren und die Kinder ans Ausleihen, sorgsame Anschauen und Zurückgeben gewöhnen.

Rückzugsorte und eine gemütliche Kuschel- und Leseecke: das geht gut mit Sesseln, kleinen Sofa/Recamieren, Indianerzelten oder mit einem Vorhang unter einem Etagenbett

Kluger Stauraum: Ordnung und Übersicht helfen Kindern ihre Spielsachen besser wert zu schätzen. So können sie sich auch immer auf das Wichtigste konzentrieren und haben nicht immer alles im Überfluss. Selbst aufräumen und sich bedienen kann so mehr Spaß machen!

Thematische Spielecken: Wenn man den Raum dafür hat: Tobeecken mit Matratze, Kletterwand, Kreidetafel, Erlebnis-Basteltisch, Teepee für Schattenspiele und zum Verstecken, Spielteppiche.

Mitwachsendes Kinderbett: hach, es geht nichts über ein bequemes, idealerweise mitwachsendes Kinderbett  Kuschelbettwäsche zum Schlummern.

 

Und last, but not least: erzähle uns bitte etwas über Deinen Blog pinspiration – warum hast Du ihn gegründet?

Bevor ich Pinspiration Ende 2013 gegründet habe, war ich Pinterest Nutzerin der ersten Stunde an und bin noch heute süchtig nach all den schönen Ideen und Lieblingsprodukten, die ich dort jeden Tag entdecke und pinne. Ich wurde oft von Freunden oder der Familie gefragt, woher ich die Inspirationen habe und dachte mir, das ich einfach auch über meine Leidenschaft schreiben kann und somit allen Interessierten und mir selbst besser zugänglich mache. Auf Pinspiration schreibe ich daher über Themen wie (Kids) Interior Design, DIY und Kunst, Lifestyle und Familien Erlebnisreisen. Ich liebe einfach Netzwerken und immer wieder neue Menschen, Marken und Orte kennen zu lernen. Das mochte ich schon immer. Seit 2015 bin ich auch leidenschaftlich gerne freiberufliche Pinterest-Beraterin.

Foto Leni Moretti

www.pinspiration.de

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