Schaukelpult – kreative Kindermöbel-von-Barbara Reber

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Erzählen Sie uns von Ihrem Background. Wie kamen Sie zur Gestaltung?

 

Wir haben beide mehr oder weniger große Umwege gemacht. Unsere vielfältigen Interessen und Fähigkeiten, die die Gründung unseres Möbel- und Produktentwicklungslabels schließlich fast als zwingende Konsequenz erscheinen ließen, haben wir teilweise in recht weit entfernten Berufsfeldern erworben und vertieft. Deshalb interessieren uns bei der Entwicklung neuer Produkte und Möbel auch nicht nur Erscheinungsbild und Produktionsabläufe, sondern vor allem ihr Bezug zum Alltag.

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Wie entstand die Idee zum Schaukelpult?

 

Es liegt auf der Hand: wir sitzen zu viel, vor dem Computer, in der Schulbank… Und es lässt sich daran nicht viel ändern. Als Konsequenz dieser sitzenden Lebensweise tritt vor allem bei Kindern ein erhöhter Bewegungsdrang auf: Zappelphilipp lässt grüßen. Pädagogen stehen zunehmend vor dem Problem, einen hyperaktiven Haufen bändigen zu müssen, bevor es überhaupt an die Vermittlung von Inhalten gehen kann. Aus der Erkenntnis heraus, dass der Drang nach mehr Bewegung eine direkte Reaktion auf die Einschränkung von Bewegung überhaupt sein könnte – dass also zappelige Kinder sich nicht durch Stillstellung, sondern durch Bewegung beruhigen – ist die Idee des schaukelnden Arbeitsplatzes entstanden. Ein Schulpult, groß genug, dass auch ein Erwachsener noch bequem darin Platz nehmen kann, aber so in sich geschlossen, dass ein eigener Raum entsteht – auf Kufen, die eine ständige Bewegung während der konzentrierten Arbeit an Haus- oder Schulaufgaben ermöglicht.

 

Bei der ersten öffentlichen Präsentation des Schaukelpults wurden wir geradezu bedrängt von Fachleuten, die mit hyperaktiven Kindern zu tun haben, und die in unserem Prototypen die ideale Lösung für ein großes Problem sahen.

 

 

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Gute Gestaltung oder gutes Design für Kinder – was bedeutet das für Sie?

 

Dort, wo Gegenstände gezielt auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten sein müssen, ist allergrößte Sorgfalt in jeder Hinsicht unabdingbar. Gute Gestaltung ist wichtig für Kinder, und sie finden diese idealerweise in einer Umgebung von Erwachsenen, denen schöne, funktionale Dinge am Herzen liegen. Kinder benötigen jedoch keine „gestalterische Parallelwelt“.

 

Kaum ein Markt ist so übersättigt wie der Spielzeugmarkt, Handlungsbedarf bestünde zur Zeit, so scheint es, vor allem in einer gezielten Reduktion des Angebots. Das Schaukelpult verfolgt den Ansatz, ein Möbel für Kinder und Erwachsene zu sein, ein Lieblingsstück, das wir, einmal eingeschaukelt, nie wieder hergeben möchten.

afilii_this-made_this_barbara-reberBarbara und This Reber, Eltern dreier Kinder, Gründer und Inhaber thismade.

www.thismade.ch

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