The Space – Spielmöbel & Spielhaus für Kinder von Steven Wenzler

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Was inspirierte Sie zu Ihrem modularen Spielmöbel »The Space«?

Das Problem, welches ich mit meinem Spielmöbel lösen wollte ist, dass Kinder mit ihren Eltern beim Aufenthalt im Hotel meistens den gleichen Raum teilen müssen.

»The Space« bietet Kindern in diesem Kontext ein ganz eigenes kleines Reich, in dem sie sich ausruhen und den »Sternenhimmel« betrachten können oder abgeschirmt von ihren Eltern spielen können. Die Inspiration daraus zog ich hauptsächlich aus Kindheitserinnerungen. Früher habe ich häufig mit Freunden oder meinem Bruder aus Bettlaken und Möbeln eine »geheime Höhle« gebaut, in der wir gespielt oder auch übernachtet haben. Natürlich macht es auch Spaß, ohne Eltern im Kinderzimmer ein Versteck zu errichten, was mit dem Spielmöbel »The Space« leicht möglich ist.

Und wie reagieren  Kinder auf Ihr Spielhaus  The Space?

Der Vorteil von »The Space« im Gegensatz zu beispielsweise Kinderzelten besteht darin, dass der Aufbau simpel und schnell ist, da es kein Gerüst gibt, welches es zu errichten gilt.

Beim Testen hatten Kinder großen Spaß daran, die Flexibilität des Objekts auszunutzen und daraus ganz eigene »Space«-Variationen zu erschaffen. Die Verbindungsstücke aus Stoff lassen es nämlich zu, die einzelnen Paneele frei zu bewegen und so auch die bevorzugte farbige Seite nach innen bzw. außen zu klappen. Die jeweiligen Kanten der Paneele sind mit Magneten versehen, sodass nach dem gewünschten Set-Up »The Space« stabil steht.

Da das Objekt aus weichen Materialien besteht, müssen Eltern auch keine Sorge haben, ihre Kinder unbeaufsichtigt spielen zu lassen.

Gibt es weitere Produkte, die Sie speziell für Kinder gestalteten?

Da ich aus dem Medientechnischen und Mediengestalterischen Bereich mit Schwerpunkt »artistic research« komme, habe ich im Rahmen meines Studiums oft sehr experimentell und sozialkritisch gearbeitet. Klassisch »kinderfreundliche« Produkte hatte ich davor weniger im Fokus. Jedoch finden sich in meiner Arbeit viele Ansätze, die sich mit Erziehung und Entwicklung sozialer Identität beschäftigen.

Noch einige persönliche Fragen zum Schluss:
Womit haben Sie selbst als Kind gespielt? Gab es ein Lieblingsspielzeug darunter?

Als Kind war ich ein großer Sammler von allerlei Actionfiguren. Eine kiloschwere große Kiste stand bei mir im Schrank, an der meine Freunde und ich mich bedienen konnten.

Über die Jahre sind die Lieblingsspielzeuge jedoch auch ständig gewechselt.

Treuer war ich da eher meinen Stofftieren, da ich diese mehr als »Freunde« wahrgenommen habe, die Actionfiguren standen eher als Protagonisten in verschiedenen Spielszenarien zur Verfügung.

Schauen Sie in eine Kristallkugel, in ihre Zukunft als Designer: Welches Produkt für Kinder möchten Sie als Nächstes entwerfen?

Derzeit arbeite ich an einem Prototypen für meine Masterarbeit im Studienfach »Integrated Design«. Dieses Projekt hat ebenfalls Kinder als Zielgruppe. Ich beschäftige mich mit der Prävention von vorurteilsbehaftetem Denken in der Kindheit durch Interaktion mit Spielsachen.

Dies ist quasi ein Gegenentwurf zu verbreiteten Rollenbildern und Stereotypen in kommerziellen Spielsachen, die Einfluss auf die Sozialisierung von Kindern und somit auf die Gesellschaft haben.

Foto Portrait Michaela Patschurkowski
Fotos The Space Romain Ricard für ELLE Decoration

steven.wenzler@gmail.com

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