Über Spielzeug für Kinder und Platz zum Spielen – im Gespräch mit Prof. Karin Schmidt Ruhland

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Was können Gestalter von Kindern lernen?

Eine ganze Menge: unvoreingenommene Herangehensweisen an ein Thema, experimentierfreudiges Erkunden und fantasievollen Umgang mit Neuinterpretationen von allem, was ihnen in den Weg kommt. Wir haben an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle seit September 2014 einen Kindergarten, der uns als »Forschungsfeld und Labor« dient. Hier können die Studierenden den Kindern beim Spielen zuschauen, Beobachtungen machen, Probleme erkennen und gemeinsam mit den Kindern experimentieren. Die Studierenden lernen so die Bedürfnisse der Kinder zu entdecken.

 

Was macht ein gutes Kinderspielzeug für Sie aus?

Mit gutem Spielzeug kann ein Kind spielerisch seine Fähigkeiten ausprobieren, es vielfältig nutzen und einsetzen, immer wieder neu entdecken, … Spielprodukte sollten den Kindern die Freiheit zur individuellen Nutzung lassen.

 

Was ist Ihr Lieblingsprodukt für Kinder – sei es ein Spielzeug oder ein Möbel aus Ihrer Kindheit oder ein Produkt, welches Sie als Erwachsener entdeckt haben? 

Das kommt auf das Kind an und auf die Situation. Ich erinnere mich gerne an meine weißen Legosteine: 8er, 4er und 2er, dazu die roten Fensterrahmen und die Dachsteine. Wenn das Haus gebaut war, konnte darin mit allem gespielt werden.

 

Erinnern Sie sich noch an das Lieblingsspielzeug in Ihrer Kindheit?

s.o. und vor allem an meine Abenteuer in Wald und Wiesen.

 

Die fünf wichtigsten Dinge im Kinderzimmer sind …

die Kinder, die Atmosphäre, etwas zum Kuscheln und Schlafen, Rückzugsmöglichkeiten und viel Platz zum Spielen.

 

Karin Schmidt Ruhland, Professor für Spiel- und Lerndesign an der Burg Giebichenstein Halle/Saale und Mutter eines Sohnes

www.burg-halle.de

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