Bausteinkasten von Mara Niederprüm

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Mara, wie kamst du auf die Idee, deinen Bausteinkasten zu entwerfen?

Mein Bausteinkasten entstand im Rahmen eines Semesterprojekts an der Hochschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale. Ich studiere Kommunikationsdesign im Schwerpunkt Illustration bei Georg Barber. Die Themenstellung widmete sich der Verbindung zwischen Illustration und Spielzeug. Der Baustein als Projektionsfläche wurde zu meinem Ausgangspunkt.

Was mir an Bausteinen besonders gefällt, ist das intuitive Spiel. Der reine Baustein hat das Potenzial alles zu sein, was die Vorstellungskraft zulässt. Die Fülle von Bausteinen lässt Kinder und Erwachsene Welten erschaffen.

Schöpferisches Denken schlummert in jedem von uns. Es ist das wichtigste Werkzeug beim Prozess des Erwachsenwerdens. Mir lag es besonders am Herzen, ein Spielzeug zu entwickeln, welches nicht nur die kindliche Fantasie anregt, sondern ebenso die von Erwachsenen. Ein Spiel, welches einem die Möglichkeit gibt, persönliche Erfolgserlebnisse mit Spaß zu generieren.

Und was mich bis heute begeistert, ist die Funktion von Magneten. Ich finde es spannend wie der Magnetismus das Spektrum an Möglichkeiten für Bausteine erweitert. So bieten sich neue Bauweisen an, die mit einfachen Holzbausteinen nicht umsetzbar gewesen wären.

Dein Entwurf gewann kürzlich einen Sonderpreis des Stadtmuseums in Halle/Saale. Erzähle uns doch bitte mehr dazu.

Darüber habe ich mich riesig gefreut! Ich bewarb mich im vergangenen Jahr mit meinem Bausteinkasten für den GiebichenStein Designpreis. Das Spiel wurde in der Kategorie Beste Idee/ bestes Konzept nominiert und ich konnte damit mein Studien-Projekt in der Kunststiftung Sachsen-Anhalt ausstellen. Im Zuge dieser Ausstellung gewann ich den Sonderpreis des Stadtmuseums Halle. Mein Bausteinkasten ist nun für 6 Monate in der Dauerausstellung der Kunststiftung Sachsen-Anhalt zu sehen.

Aktuell ist dein Bausteinkasten noch ein Prototyp – was sind deine Pläne für die Zukunft?

Anfang 2022 begann ich mit einer weiteren Prototypenreihe, mit der ich mich bei einigen Ausschreibungen beworben habe. Zukünftig wird der Bausteinkasten erstmal im Ausstellungskontext zu sehen sein. Ich bin jedoch offen, was Anfragen zu einer möglichen Produktion angeht.

Erzähle uns kurz deinen Background Mara. Wer oder was hat dich als Gestalterin geprägt?

Ich bin fasziniert davon, wie vielfältig die einfache Form ist. In meiner Gestaltung bediene ich mich ebenfalls an Systemen. Ich erarbeite mir einen Farb- und Formenvokabular, aus dem ich dann schöpfe. Quasi eine eingeschränkte Unendlichkeit, die mir hilft, immer wieder an einen Punkt zurückgehen zu können.

Für mich ist das Nutzen von Schablonen eine Möglichkeit, mich kenntlich zu machen, jedoch den Interpretationsspielraum für Betrachtende zu erhalten.

Inspiriert wurde und werde ich von allem, was mich umgibt.

Mara – wenn du heute als Head of Design der weltweiten Gemeinschaft von Gestalter:innen etwas für ihre Arbeit empfehlen würdest – was wäre das?

Ich würde sagen, dass es in keinem Bereich das Einzelgenie gibt. Also tut euch zusammen, lernt voneinander, arbeitet miteinander. Und spielt!

spielzeug-designerin-mara-niederprümMara Niederprüm

Kontaktiere Mara bitte via E-Mail:
ed.meurpredein@aram

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