Kai Bösel, Gründer von Daddylicious über Design für Kinder und gutes Kinderspielzeug

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Ist es wichtig, Kindern Design zu vermitteln?

Unsere Kinder sind vier Jahre alt und insofern haben wir ihnen den Begriff »Design« bisher noch gar nicht beigebracht. Sie entwickeln momentan noch von allein den Blick für das Aussehen von Produkten in Verbindung mit der Funktion und entscheiden dann, ob Ihnen Dinge gefallen. Wenn wir zum Beispiel Familienautos testen, dann gibt es für manche das Urteil »der sieht aber komisch« aus und bei anderen heißt es »uih, der sieht toll aus«. Wir versuchen derzeit noch nicht, ihnen vorzugeben, ob etwas hübsch oder kitschig ist. Vielmehr haben wir es zum Ziel gesetzt, ihnen viele Dinge zu zeigen und ihnen zu erklären, warum Häuser im Urlaub anders aussehen als Zuhause, dass es bei Klamotten eine sehr große Bandbreite gibt und das ein Kinderstuhl nicht nur rosa, sondern auch bequem sein sollte.

Was zeichnet gutes Spielzeug für Kinder aus?

Beim letzten Besuch der Spielwarenmesse in Nürnberg war »edukatives Spielzeug« das Stichwort an vielen Messeständen. Also Spielzeuge, die bei der Entwicklung bestimmter Fähigkeiten unterstützen sollen. Dabei reicht es eigentlich, Kindern einen Klumpen Knete hinzulegen. Der Rest passiert von ganz allein. Wir mögen Spielzeug, welches die verschiedenen Sinne anspricht und die Kreativität fördert. Die Haptik spielt dabei eine entscheidende Rolle, eine Holzeisenbahn fasst sich einfach besser an als ein blinkendes Plastikauto.

Erinnerst Du Dich noch an das Lieblingsspielzeug in Deiner Kindheit?

Ich habe – ganz klassisch – sehr viel mit Playmobil gespielt. Das Piratenschiff habe ich damals jedoch nicht bekommen. Aber mein Vater, ein Vollblut-Heimwerker, hat mir einen Zirkus und ein Western-Fort selbst aus Holz gebaut. Ich hatte dann die Figuren, eine Postkutsche und Zirkustiere. Damit konnte ich mich täglich stundenlang beschäftigen. Immer dabei war mein Stoffhase Bugs Bunny. Den habe ich immer noch in der Kiste. Meine Tochter hat ihn kürzlich entdeckt und war fasziniert, dass dieses Stofftier mein täglicher Begleiter war.

Was spielst Du  mit Deinen Kindern am liebsten gemeinsam?

Meine Tochter steht sehr auf Gesellschaftsspiele. Und zum Glück gibt es von vielen Klassikern eine Junior-Ausgabe. Wir spielen derzeit Kniffel, UNO, Mensch ärger Dich nicht und seit kurzem auch Stone Age. Daneben sind die Brio Holzeisenbahn und Lego das liebste gemeinsame Spielzeug. Wir probieren aber auch oft Neues aus, derzeit erstellt unsere Tochter mit Mosaik-Bastelsets in kniffeliger Fummelarbeit tolle bunte Mosaikbilder.

Die fünf wichtigsten Dinge im Kinderzimmer sind …

Ein kindgerechter Schreibtisch mit kleinem Stuhl für Mal- und Bastelsessions, ein Bücherregal mit einer großen Auswahl Bücher zum Vorlesen oder allein durchblättern. Ein gemütlicher Teppich, denn die meiste Spielzeit wird auf dem Boden verbracht. Ein Ordnungssystem für Klamotten und Spielzeug, welches die Kinder verstehen und schnell selbstständig nutzen. In unserem Fall eine Kinder-Küche mit Töpfen, Pfannen, Stoffgemüse, Bohnen und Kastanien. Es wird täglich frisch gekocht …

Foto: Raimar von Wienskowski

www.daddylicious.de

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