Ausgewachsen – mitwachsende Kindermöbel von Annika Marie Buchberger

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Erzählen Sie uns von Ihrem Background. Wie kamen Sie zur Gestaltung für Kinder?

 

Während meines Architekturstudiums habe ich nebenbei in einem Büro gearbeitet, dass sich viel mit der Innenraumgestaltung und der Gestaltung von Möbeln auseinandersetzte. So kam ich auf die Idee mich nach meinem Diplom in diesem Bereich weiter zu spezialisieren. An der Hochschule Burg Giebichenstein habe ich ein Aufbaustudium mit dem Schwerpunkt »Furniture and Interior Design« gemacht. Hier entstand im Rahmen meiner Abschlussarbeit auch die Möbelserie »Ausgewachsen«.

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Was inspirierte Sie zu der Möbelserie für Kinder »Ausgewachsen«?

 

Während eines Besuches auf der imm in Köln 2009 fiel mir auf, dass es sehr wenige, gut durchdachte Möbel für Kinder gibt. Allzu oft »verbrauchen« sich diese Möbel zu schnell und man gibt ja bekanntlich nicht gerne viel Geld für Dinge aus, die schon nach wenigen Jahren überflüssig werden. Bereits damals entstand die Idee eine Reihe von Möbeln zu entwickeln, die eine gewisse Zeitlosigkeit in Bezug auf ihr Design und ihre Funktion ausstrahlen.

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Warum ist »Ausgewachsen« als Möbel für Kinder besonders gut geeignet?

 

Das Besondere meiner Möbelserie ist die Multifunktionalität, die sich dem Nutzer meist erst auf den zweiten oder dritten Blick erschließt. Die Möbel wirken unscheinbar und stechen weder durch grelle Farben noch durch spektakuläre Details ins Auge. Doch Kinder erforschen meist das umso lieber, was sie erst beim zweiten oder dritten Mal bemerken und ihnen so erst den Raum für Phantasien gibt. Kinder improvisieren, eignen sich an und schulen so ihre Kreativität, dennoch bevorzugen sie aber Proportionen, die ihnen gerecht sind und die sie selber handhaben können. Die  Serie »Ausgewachsen« berücksichtigt diese Aspekte und bietet dem Kind so die Möglichkeit, sie für sich einzunehmen und sich eigen zu machen und das in jeder Altersstufe immer wieder aufs Neue.

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Gute Gestaltung oder gutes Design für Kinder – was bedeutet das für Sie?

 

»Design für Kinder hat auch immer mit dem Gedanken zu tun, dass ein Entwurf nicht vollendet sein muss und vom Nutzer völlig neu zusammengesetzt werden könnte.«

Diesen Satz fand ich in dem Buch »Kid Size. Möbel und Objekte für Kinder« während meiner Recherche zu meiner Abschlussarbeit. Damals hatte ich selbst noch keine Kinder und ich dachte tatsächlich immer: »Da fehlt doch noch was … eine Schublade oder eine Tür oder … «

Heute sehe ich bei meinen beiden Töchtern im Kinderzimmer jeden Tag aufs neue, wie herrlich richtig dieser Satz ist, denn ohne Schublade und ohne Tür und ohne all den Schnickschnack können Kommoden auch mal für den Mittagsschlaf dienen oder Schränke als Schreibtisch … das ist für mich die beste Gestaltung: was die Kinder daraus machen.

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annika.buchberger@gmail.com

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